Wertschätzung in der Pflege - wie wir sie sehen und wie wir sie zeigen

Shownotes

Manchmal fließen Tränen (vor Freude), aber gelächelt wird immer: Jedes Monat werden Pflegende der Klinikum Bayreuth GmbH mit dem Daisy Award für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Nominiert werden sie von Patientinnen und Patienten, von Kolleginnen und Kollegen. Was diese Wertschätzung bewirkt und was wir sonst noch tun, um die Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen zu würdigen - davon erzählt dieser Podcast.

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00:00:01: Herzlich willkommen bei Upgrade Pflege!

00:00:04: Hier dreht sich

00:00:05: alles um Pflege, Wertschätzung

00:00:08: und Verantwortung.

00:00:09: Wir zeigen was Pflegende leisten welche Herausforderungen sie meistern und wie wir gemeinsam die Zukunft der Pflege gestalten können.

00:00:18: heute im Podcast pflege upgrade pflege premiere.

00:00:23: Und wir beginnen gleich mit einem Thema, bei dem es um Wertschätzung in der Pflege geht und ein ganz besonderes Format dafür ist der Daisy Award.

00:00:33: Die Geschichte, die ganze Geschichte dazu hören wir später.

00:00:37: Ich möchte für den ersten Podcast heute die Gäste mal vorstellen.

00:00:41: das ist Franziska Meydorn unsere Pflegedirektorin David Horn von Pflegerissenschaften.

00:00:48: er hat den Daisy Award im Klinikum an der Hohen Warte ins Leben gerufen.

00:00:53: Und die ersten Preisträgerinnen und Preisträger, das ist die Tina Sparta Jolow.

00:00:59: Und der Benjamin Schott.

00:01:01: Den beiden werden wir später ein bisschen was hören.

00:01:03: Bevor wir zu den persönlichen Geschichten kommen schauen wir erst mal, was steckt denn eigentlich hinter dem Daisy Award?

00:01:10: Frage direkt an David Horne, der das bei uns im Klinikum oder hohen Warte etabliert hat!

00:01:16: Ja...

00:01:16: Daisy ist ein Akronym, steht für Diseases Attacking Immun System.

00:01:24: Quasi Krankheiten die das Immunsystem angreifen.

00:01:28: Die Daisy Foundation wurde gegründet von der Familie Barnes.

00:01:31: J. Patrick Barnes starbe im Alter von dreiunddreizig Jahren an einer Autoimmunerkrankung und während dieser Zeit war die Familie sehr berührt von der Pflege im Krankenhausen auch von den zwischenmenschlichen Leistungen die die Pflege erbracht hat.

00:01:46: Und aus Dankbarkeit wurde von dieser Familie die Daisy Foundation gegründet und es liegen gerufen.

00:01:53: Was war denn deine Motivation, was war dein Antrieb?

00:01:57: Diesen Award gerade an der Klinikum Beiholt GmbH so heißt er offiziell zu etablieren.

00:02:02: Mir war es wichtig ein Format zu schaffen das Wertschätzung nicht nur allgemein ausspricht sondern sie auch konkret macht.

00:02:09: Es werden Geschichten aufgeschrieben von Angehörigen oder auch Kollegen Und diese zeigen, dass im Pflegealltag sehr viel geleistet wird.

00:02:18: Was eben sonst im Hintergrund bleiben würde was als allgemein selbstverständlich betrachtet wird und genau das soll sichtbar gemacht werden.

00:02:25: Das war die Motivation von mir den Daisy Award an die Kinecom Beirat GmbH.

00:02:29: Wie kommt man zu solch einer Auszeichnung?

00:02:32: Und wie läuft die Preisverleihung ab?

00:02:35: Man kommt zu so eine Auszeichnungen in dem einen Menschen, die eine besondere Pflegesituation erlebt haben mit mehr als pflegekraft mich nominieren.

00:02:43: Das heißt die schreiben auf, was hat ihnen gut gefallen?

00:02:46: Gegen das in ein anonymes Anmeldeformular wird dann pseudonymisiert.

00:02:51: Die pseudonomisierten Vorschläge gehen zu einem sechsköpfigen Gremium.

00:02:55: Die lesen sich die Geschichten durch und wählen eine Geschichte aus, die besonders eindrücklich ist, die sie besonders berührt.

00:03:02: Danach wird die Geschichte von mir zurückverfolgt zu demjenigen welchen der den Preis gewonnen hat Und dann geht das ganze Prozedert ins Rollen.

00:03:11: Das heißt, wir gucken mal in der Dienstzeit und gehen auf Station.

00:03:17: Wir nehmen die Franziska Meydon mit, die Pflegedirektorin, die pflegewissenschaft.

00:03:20: Es kommt die zuständige Pflegerdienstleitung auch dazu um zu zeigen dass uns die Wertschätzung wichtig ist, dass es vom Unternehmen gesehen wird.

00:03:29: Zur Ehrung gehört einmal die persönliche Nominierungsgeschichte, die vorgelesen wird.

00:03:34: Dann bekommt er jene Eine Skulptur überreicht, die eine besondere Geschichte auch hat.

00:03:40: Die kommt von einem afrikanischen Volk der Schoner... ...die ihre Heiler in dem Volk als sehr wichtige Menschen sehen und genauso wie die ihre Heila-Wertschätzen wollen, die eben auch unsere Pflegekräfte wertschätzen.

00:03:53: Dann gibt es einen kleinen Pin, das kommt auch aus dem amerikanischen.

00:03:56: Das sind eben Pins?

00:03:56: Amerikaner

00:03:57: lieben Pins

00:03:57: ja genau!

00:03:59: Und ein schönes Zertifikat wird auch noch ausgestellt.

00:04:03: Gerade das Vorlesen dieser Nominierung ist eigentlich so der Bewegendste Moment, weil es eben auch diejenigen Pflegekraft oder diejenigen denominiertes noch mehr zeigt und in Erinnerung ruft, in welcher Situation ihr da eigentlich jemandem berührt habt.

00:04:14: Das ist ein ganz emotionaler Moment!

00:04:16: Danke an David Horn für die schöne Einladungen und für die Erklärung des Daisy Awards, denen er jetzt schon zum fünften Mal in diesem Monat gegeben hatte – und es wird weitergehen.

00:04:28: Vor dem Mikrofon jetzt Franziska Meydorn unsere Pflegedrektorin.

00:04:32: Franziska, welche Bedeutung hat der Daisy Award denn für dich jetzt persönlich beziehungsweise für dich und das Haus insgesamt?

00:04:41: Also für mich in meiner Position als Pflegedirektorin hat die Daisy Award die Bedeutsung dass es eine Wertschätzung von meiner Seite aus oder auch von der Klinik gegenüber dem Nominierten darstellt.

00:04:55: Und zum anderen möchte ich die Arbeit der Pflege sichtbar machen gegenüber den Angehörigen, gegenüber den Patienten, gegenüber dem Kollegen und eben auch der Gesellschaft.

00:05:08: Und für mich persönlich hat es noch die Besonderheit des Flares.

00:05:15: also es stellt jedes mal eine absolute Motivation für mich da auf die Station zu gehen und diesen Überraschungsmoment miterleben zu dürfen und das motiviert mich auch tagtäglich in meiner Arbeit.

00:05:27: Und wie erlebst du das?

00:05:28: Richtig persönlich.

00:05:29: Ja, eigentlich als große Wertschätzung.

00:05:32: Also am Anfang sind die Nominierten natürlich immer, also wirklich immer perplex und jeder ist gegenüber der Situation absolut überfordert.

00:05:42: Da steht dann plötzlich eine Gruppe von Menschen.

00:05:44: Man weiß gar nicht, wieso sind die jetzt da?

00:05:48: Ich als Chefin stehe vor ihnen und dann eben Kollegen, die jetzt aufgehört haben zu arbeiten und auch andere Kollegen aus der Pflegewissenschaften.

00:05:58: Und ich steh da plötzlich mit einem Kuchen und mit so nem Metallwagen.

00:06:03: Dann ist das natürlich erst mal verwirrend für die Person wenn man da plötzlich so in die Mitte gestellt wird.

00:06:08: Und ich merke aber jedes Mal, wenn wir dann die Zeremonie so nach und nach vollziehen.

00:06:13: So durchlaufen.

00:06:15: Dann fangen sich die Nominierten an zu freuen.

00:06:19: Ich kann sehen wie der Stolz in ihren Augen entsteht.

00:06:22: Das ist einfach ein wunderbares Gefühl für mich großartig zu sein.

00:06:26: Gerade in herausfordernden Zeiten, die wir momentan haben ... Wie wichtig ist denn da die sichtbare Wertschätzung aus deiner Sicht als Pflegedrektorin?

00:06:36: Es ist natürlich schwierig Wertschätzung zu definieren, weil Wertschättung ein individuell darstellbarer Begriff ist.

00:06:46: Also jeder definiert Wertschätzungen anders und ich habe ja den Dacey Award eingeführt mit dem David Hornen und der Pflegewissenschaft zusammen um eben die Pflege gegenüber der Gesellschaft sichtbar zu machen und durch diesen Akt oder durch diesem Prozess der Verleihung den Kollegen, die nominiert wurden oder den Kolleginnen eben meine Wertschätzung auszudrücken.

00:07:11: Und ich habe auch das Gefühl dass es so bei den Mitarbeitern ankommt.

00:07:16: Was natürlich auch immer besonders schön ist, sind die persönlichen Gespräche.

00:07:19: Die während der Zeremonie entstehen.

00:07:22: Das ist insbesondere dann auch nochmal so die Wertschätzung für den Mitarbeiter dass ich da persönlich komme und das ich mir auch extra Zeit nehme und eben auch noch mal persönlich mit den Mitarbeitersprech und ihnen eben dann auch persönlich den Preis verleihe.

00:07:38: Danke Franziska!

00:07:39: Franziska Neidorn, Pflegedirektorin der Klinikum Bayreuth GmbH.

00:07:44: Wie sich so eine Verleihung konkret anfühlt und wie es sich anfühlet ausgezeichnet zu werden, das hören wir jetzt aus erster Hand.

00:07:54: Benjamin Schott, fünfte Preisträger.

00:07:57: Er war Preisträger für den Monat April.

00:08:00: Er arbeitet auf Station Fünfzehn im Klinikum Benjamin.

00:08:04: Was macht in deinem Arbeitsbereich besonders herausfordernd?

00:08:08: Erzähl uns mal ein bisschen.

00:08:09: Ja, also besonders herausfordernd ist gerade mit dem Fachbereich den wir haben.

00:08:14: Mit der inneren Medizin haben wir halt einfach viele Patienten die schwer krank sind und auch nicht nur mit einem Problem kommen das heißt zu den Erkrankungen begleiten es doch immer zum Beispiel eine psychische Sache wo's einfach gerade da wichtig ist dass wir die Patienten auch mit einer guten Laune rausholen Und das ist immer herausforderend vor allem mit dem Personalmangel dem hohen Druck und ... einfach immer den Lächeln zu behalten.

00:08:43: Ja, das war ja besonders bei dir in der Nominierung hervorgehoben deine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verlässigkeit die wurde gebürdigt auch in stressigen Situationen.

00:08:53: Glückwunsch dazu!

00:08:55: Wie erlebst du das so im Alltag?

00:08:57: Im Alltag, ja es ist oftmals schwierig weil wir halt eben schnelle Wechsel an Situation haben malest der Tag ganz ruhig und verläuft super Und dann zeigst du eine Notfallsituation.

00:09:10: Genau in der Situation ist es schwierig, immer den kühlen Kopf zu bewahren und trotzdem die Freundlichkeit zu behalten, da die Patienten ja nicht den direkten Zusammenhang haben mit dieser Notfall-Situation.

00:09:24: Wäre schwierig, wenn ich da meine gestresste Art, die ich in dem Moment in der Situation habe an dem Patienten raus lasse?

00:09:34: Das gehört einfach nicht rein.

00:09:36: Da tut dann auch mal gut eine Aussage, wie ich bin gleich wieder bei Ihnen.

00:09:39: Ich muss mich erst einmal schnell um den anderen Patienten kümmern und das ist auch was wo man dann zieht.

00:09:45: Der geht dem Patienten deutlich besser weil man weiß okay die haben gerade einen Haufen voll zu tun aber die vergessen mich nicht und ich bin trotzdem noch im Kopf bei den jeweiligen Pflegekräften.

00:09:57: ganz offensichtlich schaffst du das ja ganz gut.

00:10:00: Was motiviert dich?

00:10:02: Die Arbeit mit Deine Haltung mit der Haltung vorzuführen.

00:10:07: Am meisten motiviert mich einfach nur der Gedanke dahinter, dass ich weiß, ich helfe Menschen in Situationen wo sie es am meisten brauchen.

00:10:16: da wenn jemand in der Klinik ist dem geht's nie hundertprozent gut dann wäre er ja nicht in der klinik wenns ihm gut gehen würde.

00:10:24: und grad das ist wichtig einfach mal einen lächeln drauf zu haben eine gute laune zu verbreiten und meinen witz zu bringen.

00:10:32: Natürlich mein Ziel, was mich motiviert an meiner freundlichen Art die ich in der Klinik hinzufüge ist einfach dass ich Die Genesung fördern will und das geht halt häufiger mal mit einem Lächeln so wie auch oft die Rückmeldung von Patienten ist.

00:10:48: Bevor sie nach Hause gehen heißt hey es war ein schöner Aufenthalt obwohl's trotzdem Krankenhaus war und vielleicht haben Sie eine Diagnose bekommen die nicht zu gut war.

00:10:58: aber sie wissen sie wurden gut behandelt Haben Sie trotzdem immer das Bild von der jeweiligen Person im Kopf und wissen, hey, das wäre der, der mir geholfen hat?

00:11:07: Wo es mir auch nicht ganz so gut ging.

00:11:09: Tolle Einstellung!

00:11:10: Ich hoffe ich wünschte dir dass du dein Lächeln behältst, auch im stressigen Arbeitsalltag.

00:11:16: aber ich sehe er lächelt und er hat Spaß dran.

00:11:19: Danke Benjamin Schott, Tina Spotta Jullo Station fünf B. wir wechseln die Häuser Wir gehen in den Querschnitt eine ruhigere Abteilung Tina

00:11:29: würde ich jetzt nicht so bestätigen.

00:11:33: Was macht denn deine Arbeit zu besonders auf der Querschnittsstation?

00:11:37: Also, besonders schwieriges Wort für das was ich jetzt beschreiben möchte, denn bei uns kommen Patienten die harte Schicksalsschläge hinter sich haben.

00:11:46: also als Beispiel möchte ich meinen thirty- achtjährigen Vater nennen mit zwei Kindern Handwerker fährt als Hobbygernfahrrad, stürzt beim Badeunfall.

00:11:57: Kommt zu uns in die Klinik und muss alles von vorne lernen und muss sich damit abfinden, ab jetzt dem Rollstuhl zu

00:12:02: sitzen.".

00:12:03: Wir erleben dann den ganzen Entwicklungsprozess also von A bis Z haben unseren Fokus immer auf die bestmöglichste Selbstständigkeit des Patienten dass er auch wieder aus dem Krankenhaus kommt und mit dem Rollsstuhl umgehen kann.

00:12:17: wir zeigen ihm Möglichkeiten Und das ist eben das Spezielle, wo ich dazu noch sagen muss, dass wir interdisziplinär arbeiten.

00:12:23: Das heißt nicht nur wie die Pflege erfüllt diese Arbeit sondern auch Physiotherapeuten, Ergotherapeute und Sporttherapeutin der Sozialdienst.

00:12:31: also wir haben ein ganz buntes Team die da zusammenhelfen und man muss ganz klar sagen es sind keine Aufenthalte die nur zwei drei Tage dauern Sondern wir gehen hier von Wochen bis Monaten aus und das macht unsere Station eigentlich besonders.

00:12:45: Ja das ist ja ein sehr langer Zeitraum den du mit Patienten und Patientinnen zu tun hast.

00:12:50: Was bedeutet das für dich?

00:12:51: Entsteht da ein Nähe?

00:12:53: Absolut, also mir bedeutet es sehr viel weil wir den Menschen nicht nur mit der Diagnose kennenlernen sondern das ganze Außenrum.

00:13:00: also wie lebt der Patient was hat er am Alltag gemacht?

00:13:03: worauf müssen wir jetzt hinarbeiten dass ja dann auch vielleicht so wieder zurechtkommt?

00:13:07: also zum Beispiel das Fahrrad fahren.

00:13:08: Es gibt Möglichkeiten das auch einen Rollstuhlfahrer Fahrradfahren kann aber das muss man ihm halt auch aufzeigen Und das ist schon Wahnsinn.

00:13:16: Was die lange Liegedauere betrifft, ist es schön, die kleinen Fortschritte zu sehen.

00:13:21: Der Patient kommt bettlägerig und kann sich das erste Mal an den Bettrad setzen oder sich auch in den Rollstuhl mobilisieren.

00:13:29: Er fährt mit dem Rollstühl auch mal einen Berg hoch oder runter.

00:13:33: Es entstehen ganz viele Schwierigkeiten.

00:13:37: In dieser langen Situation entstehen natürlich Beziehungen zwischen Pflege und dem Patienten.

00:13:42: Die Patienten kommen ängstlichen Sie und gehen mit einem freundlichen Du.

00:13:48: Also wir sind da wirklich per Du.

00:13:49: am Ende, nach sechs Monaten entstehen da einfach auch Freundschaften.

00:13:53: Und auch bei mir sind viele Freundschaftenhängen geblieben.

00:13:56: Tolle Worte Tina!

00:13:58: Jetzt mal zurück zum Daisy Award.

00:14:00: Was würdest du eine Kollegin oder einen Kollegen sagen der darüber nachdenkt?

00:14:06: Einen anderen Kollegen oder eine Kollegin zu nominieren?

00:14:10: Ich würde sagen, einfach nominieren vielleicht.

00:14:14: Es ist eine echt schöne Möglichkeit zu schätzen und die Wertschätzung zeigen.

00:14:20: Und kleine Gesten können wahnsinnig viel bewirken.

00:14:24: So ging es auch mir mit meinen Nominierungen.

00:14:27: Da bin ich immer noch sehr dankbar.

00:14:29: Einfach probieren!

00:14:30: Auch ich habe noch einen Kollegen auf die Nominierungsliste gesetzt.

00:14:33: Vielleicht wird sie das auch und er würde mich wahnsinnigt freuen.

00:14:39: über Gabel dabei sein darf.

00:14:41: Dass mit dem Daisy-Abort soll ja noch ein bisschen länger dauern?

00:14:44: Was hat's dir denn bedeutet, nominiert zu sein und dann auch den Preis bekommen zu

00:14:49: haben?

00:14:49: Wahnsinnig viel!

00:14:50: Also jetzt auch nach zwei Monaten immer noch wahnsinnig vier ich vergesse den Moment nicht sind ja auch Bilder entstanden wo man das auch sieht.

00:14:58: ich bin wirklich in Tränen ausgebrochen.

00:15:01: die Ursache war einfach die Nominierungen die ich hatte.

00:15:04: es waren vier und eine war ganz besonders von meiner Tochter die mich jeden Tag sieht, wie ich zur Arbeit gehe.

00:15:10: Die auch viel auf mich verzichtet, weil ich im Schichtbetrieb bin und trotzdem wird diese Arbeit gesehen von außen.

00:15:16: Das bedeutet mir wahnsinnig viel jetzt noch.

00:15:20: Hat das jetzt noch Auswirkungen?

00:15:21: Ja!

00:15:23: Ich muss sagen, im Stationsalltag für mich nur speziell in manchen Momenten, wo es dann stressig ist ... Ich hab ja was richtig gemacht.

00:15:30: Ich habe Daisy-Awort gewonnen.

00:15:32: Ich wurde nominiert von vier verschiedenen Leuten.

00:15:37: Tina, vielen Dank.

00:15:39: Schön, dass du da warst.

00:15:40: Mach weiter so!

00:15:41: Danke.

00:15:42: So jetzt mal an alle.

00:15:43: Dann Franziska und den David.

00:15:47: Die beiden haben das ja etabliert bei uns in der Klinik den Daisy Award wenn ihr es alle an dem Pflegealltag denkt.

00:15:54: Und wo fehlt's aktuell?

00:15:55: An der Wertschätzung.

00:15:56: Das ist ehrlich gesagt eine ganz schwierige Antwort, die du davon mir verlangst.

00:16:00: Weil wir versuchen ... Ich spreche von wir alle Berufsgruppen.

00:16:05: Wir versuchen im Krankenhaus trotz des stressigen Alltags sehr wertschätzend miteinander umzugehen.

00:16:10: Es kann trotzdem mal passieren, dass in einer wirklich sehr extremen Stresssituation dann doch das Verständnis für den anderen seiner Arbeit vielleicht verloren geht.

00:16:21: aber ich finde es hat nichts mit Wertschätzung zu tun sondern einfach Möglichkeit sich für die Probleme und ja, die Bedürfnisse des anderen gerade nicht öffnen zu können.

00:16:32: Frage an David Horn – wie kann man den Kolleginnen und Kollegen dafür gewinnen andere Kolleginnen und Collegen?

00:16:39: Für die Nominierung vorzuschlagen?

00:16:40: Ich denke, indem wir Ihnen erklären, wie einfach es ist jemanden für den Daisy-Award vorzuslagen entweder Zettel um Papier nehmen, kurz Geschichte drauf nahmen ob ich eingeladen werde oder nicht und ab in dem Briefkasten Oder bei uns auf die Webseite gehen vom Klinikum Bayreuth, dort auf den Reiter Daisy Award klicken und dort das Formular ausfüllen.

00:16:59: Und schon ist der Prozess gestartet und die Nominierung läuft.

00:17:03: Ich glaube es ist auch wichtig zu zeigen dass gerade vielleicht selbstverständliche Situationen wo wir als Kollegen jetzt denken naja das ist ja eigentlich normal dass man das tut oder dass da jemand freundliches zu einem Patienten sind.

00:17:14: Das sind die Situationen die gewertschätzt werden müssen sie gezeigt werden müssen und die einfach so im Alltag verschwinden und nicht sichtbar sind.

00:17:21: Und das ist sehr schade, und dafür würde ich mich gerne einsetzen, dass diese Selbstverständlichkeiten eben nicht selbstverständlich sind sondern wertvolle Augenblickes sind in Beziehungsarbeit zwischen uns den Pflegekräften und unseren Pflegeempfängern – und das muss einfach sichtbaar werden und sichtbaar

00:17:38: bleiben.".

00:17:38: Danke David!

00:17:40: Abschlussfrage an Franziska Meydorn?

00:17:42: Wie kann der Wertschätzung auch strukturell stärker verankert werden?

00:17:46: In dem der Umgang miteinander gewissen Regeln unterliegt und wir haben von Seiten der Pflegetirektion im letzten Jahr ein Leitbild erstellt.

00:17:57: Auch wieder in Zusammenarbeit, Pflegewissenschaft und Pflegedirektion.

00:18:02: Und hier hatten wir die Besonderheit das eben bottom-up des ganze Leitbild auch entstanden ist.

00:18:08: Das heißt also wir haben bloß die Gruppe sozusagen geleitet und gelenkt aber die Ideen und Vorschläge und die Regeln wie wir miteinander umgehen und kommunizieren möchten und welche Ziele wir miteinander verfolgen kamen von den Stationsleitungen und von den Stationen selbst.

00:18:26: Also sozusagen auf deine Frage hin, Leitbild als Kulturgrundlage.

00:18:31: Das Leit Bild finden wir übrigens auch auf unserer Webseite.

00:18:36: alle Informationen zum Daisy Award auf klinikum-byroid.de.

00:18:40: Schön dass ihr alle da wart.

00:18:42: ich fasse nochmal ganz kurz zusammen.

00:18:43: Ich mag das stichpunktartig unterbrecht mich wenn ich was vergesse.

00:18:47: Daisy Award Wertschätzung in der Pflege sichtbar gemacht.

00:18:51: Pflege ist mehr als Routine.

00:18:52: sie bedeutet Beziehung Verantwortung und persönliches Engagement von allen.

00:18:57: Und wenn Sie Kolleginnen und Kollegen erleben, die Außergewöhnliches leisten, dann sprechen sie es aus.

00:19:03: Zeigen Sie Anerkennung und nominieren Sie sie – aber das geht auch anders!

00:19:08: Im Prinzip kann jeder nominiert, also egal ob Patienten der Nachbar oder Freund, die Familie ist es egal.

00:19:15: Jeder kann wählen, egal ob online oder in schriftlicher Form.

00:19:18: Die Daisy Award wirkt ja... als Zusatz auch ins Haus hinein.

00:19:23: Frage vielleicht an dich, Benjamin?

00:19:25: Was hast du für Feedback gehabt?

00:19:27: Ja ich habe sehr viel und positives Feedback bekommen.

00:19:31: Auch vor allem von den Kolleginnen und Kollegen aus der Klinik, von sämtlichen Fachbereichen, von Ärzten.

00:19:40: Auch die haben mir dann gesagt hey Benny endlich sieht man mal was du da jeden Tag leistest und das ist auf jeden Fall verdient Und ich habe es von ganz vielen Patienten zu hören bekommen.

00:19:53: Von den Ärzten, von den Pflegekräften... ...von der Verwaltung oben.

00:19:57: also es gab sehr viele Leute die mir da positiv gratuliert haben nenn ich's mal und das war auch nochmal ein sehr freudiger Punkt weil man weiß Es geht eben durch die Klinik!

00:20:08: Es bleibt nicht nur auf Station sondern es macht einmal die Runde durchs ganze Krankenhaus.

00:20:13: und das motiviert natürlich auch dass man noch andere nominiert, weil dieses Gefühl wollen viele haben und deswegen ist es immer wichtig nominieren.

00:20:25: Nominieren, nominiern, nominnieren.

00:20:27: Ich nenne mich Schott.

00:20:28: Danke an Tinas Portagliolo, danke an David Horn und an unsere Pflegedirektorin Franziska Meidern die beim ersten Pflege-Podcast zu Gast waren hier im Studio.

00:20:43: Wir freuen uns auf das nächste Mal.

00:20:44: Danke fürs Zuhören!

00:20:45: Bis zur nächsten Folge.

00:20:48: Danke fürs Zuhören!

00:20:50: Wir

00:20:50: freuen uns auf die nächste

00:20:52: Folge.

00:20:52: Upgrade Pflege, der Pflege Podcast der

00:20:55: Klinikum

00:20:56: Bayreuth GmbH.

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